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Die Ramadan Nothilfe Aktion 2020 ist vollfinanziert. Alle 300 Lebensmittel- und Hygieneartikel konnten erfolgreich finanziert werden! Ab sofort fließt der Überschuss in unsere Schulbauprojekte in Kabul. Wir danken euch für eure Unterstützung!


Ausgangssituation
Das Schulbauprojekt liegt in Khwaja Boghra, einem der ärmsten Viertel in Kabul. Das Viertel zeichnet durch hohe Kinderarbeit aus. Dies betrifft z.T. auch die Schüler*innen unserer Projektschule. Einige müssen vor/nach dem Unterricht arbeiten gehen, um ihre Familien zu unterstützen. Die staatliche Schule „Khwaja Boghra“ wurde 2009 gebaut. 5759 Schüler*innen (zwischen 6-16 Jahren)  besuchen in 3 Schichten den Unterricht. Bevor wir an der Schule tätig wurden, verfügte die Schule nur über 2 Schulgebäude mit insgesamt etwa 20 Klassenräumen und 2 Toilettengebäuden mit 5 Latrinen.

Bis der Verein ab 2015 an der Schule tätig wurde, mussten die Kinder aufgrund baufälliger Gebäude und fehlender Klassenräume oft bei extremen Temperaturen im Freien unterrichtet werden. Alle Gebäude wiesen erhebliche bauliche Mängel auf und stellten eine Gefahr für die Schulgemeinschaft dar.

Maßnahmen - Deine Unterstützung ist gefragt!
2017 realisierten wir mit unserem lokalen Partner VUSAF den Bau 8 geschlechtergetrennter und barrierefreier Latrinen; die ehemaligen Toilettengebäude wurden abgerissen. Zudem installierten wir Handwaschanlagen mit Zugang zu sauberem Trinkwasser. Außerdem stellten wir 2017 im Zuge einer Nothilfemaßnahme 15 wetterfeste Zelte, um den akuten Raummangel vorübergehend zu entspannen.

Langfristig soll der extreme Klassenraummangel an der Schule behoben und die Unterrichtsqualität gefördert werden. Dafür starteten wir im September 2018 mit dem Neubau von 8 Klassenräumen, der im Sommer 2019 fertig gestellt wurde. Außerdem richteten wir ein Labor ein und führten Schulungen für Naturwissenschaftslehrer*innen durch.
 
Es besteht weiterhin ein akuter Klassenraummangel. Daher starteten wir im August 2019 mit dem Neubau eines weiteren Klassentrakts mit 12 neuen Klassenräumen und 4 Lehrer*innenzimmern. Letztere sollen es den Lehrer*innen ermöglichen, den Unterricht gründlich und in Ruhe vor- und nachzubereiten.
Außerdem wurde eins der Schulräume als Computerlabor ausgestattet, in dem im Oktober durch professionelle Trainer*innen angeleitete Informatikkurse für die Schüler*innen der 8. und 9. Klassen starteten. 
 
Letztlich ist auch noch der Bau eines Spielplatzes für 2020 geplant, um den Kindern die nötige Auslastung in den Pausen zu ermöglichen.
 
Auch wenn viele der Maßnahmen vom BMZ bezuschusst werden, haben wir einen hohen Eigenanteil zu tragen. Um die Unterrichtsbedingungen langfristig zu verbessern und allen Schüler*innen eine geschützte Lernatmosphäre zu bieten, benötigen wir weiterhin finanzielle Unterstützung.
Projektort: Kabul, Afghanistan

Ansprechpartner:

Salim K.

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